Steuerlich optimierte VorsorgeZwei Fliegen mit einer Klappe:

Das BVG ist eine umfassende Altersvorsorge und bietet interessante Steueroptimierungsmöglichkeiten.

In Ergänzung zur ersten Säule (AHV/IV) sichert die berufliche Vorsorge den gewohnten Lebensstandard im Alter ab. Einerseits sind Hinterlassenenleistungen (für Angehörige) und Invalidenrenten gedeckt. Andererseits wird durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge ein Kapital angespart, das Ihnen bei Pensionierung als Altersrente oder Kapital zur Verfügung steht.

Warum BVG für Medizinalpersonen wichtig ist

Für Ärzte und Zahnärzte bietet das BVG doppelten Nutzen: finanzielle Sicherheit für Sie und Ihre Familie undsteuerliche Vorteile. Durch freiwillige Einkäufe (Zusatzbeiträge in die Pensionskasse) können Sie Ihre Altersvorsorge ausbauen und gleichzeitig Ihr zu versteuerndes Einkommen senken – Sie sparen also Steuern, während Sie fürs Alter vorsorgen. Kurz gesagt: Mit einer klugen BVG-Planung sorgen Sie für Ihr zukünftiges Ich vor und optimieren dabei Ihre finanzielle Gegenwart.

Sprechen Sie mit einem Experten

Die richtige BVG-Lösung beginnt mit einem persönlichen Gespräch. Thomas Roth begleitet Ärzte und Zahnärzte bei Fragen rund um Vorsorge, Steueroptimierung und langfristige Planung.

Erwerbsunfähigkeit

Ihre Situation – Ihre BVG-Lösung

Ihre berufliche Vorsorge hängt wesentlich von Ihrer beruflichen Rolle ab. Ob angestellt, selbständig tätig oder als Praxisinhaber – je nach Vorsorgesituation gelten unterschiedliche Pflichten, Möglichkeiten und Gestaltungsspielräume. Eine klare Einordnung ist der erste Schritt zu einer optimalen BVG-Lösung.

Als angestellte Ärztin oder angestellter Zahnarzt sind Sie automatisch über Ihren Arbeitgeber im BVG versichert. Ihr Arbeitgeber meldet Sie bei einer Pensionskasse an und leistet den Arbeitgeberbeitrag; Ihren Anteil ziehen sie direkt vom Lohn ab. Wichtig: Werfen Sie jedes Jahr einen genauen Blick auf Ihren Vorsorgeausweis (die jährliche Pensionskassenübersicht). Dort sehen Sie, welche Leistungen im Alter, bei Invalidität oder für Hinterlassene versichert sind. Nutzen Sie diese Informationen, um Ihre Gesamtvorsorge im Blick zu behalten. Prüfen Sie auch mit Blick auf Ihre persönliche Finanzplanung, ob freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse sinnvoll sind – so können Sie Versorgungslücken schliessen oder Steuern sparen.

Als selbständiger Arzt oder Zahnärztin unterliegen Sie nicht automatisch der BVG-Pflicht – aber: Sie können sich freiwillig einer Pensionskasse anschliessen. Dies lohnt sich besonders, weil Sie so steuerlich optimiert fürs Alter sparen können. Beiträge und freiwillige Einkäufe in die 2. Säule dürfen nämlich vollständig vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Auf diese Weise investieren Sie lieber in die eigene Vorsorge statt Geld dem Fiskus zu überlassen. Wir empfehlen eine langfristige Vorsorgeplanung: Beginnen Sie frühzeitig mit Einzahlungen und planen Sie allfällige Einkäufe über die Jahre verteilt, damit Sie von einer optimalen Lösung profitieren. So sichern Sie Ihre Altersvorsorge ab und geniessen maximale Steuerersparnisse.

Als Inhaber einer Arzt- oder Zahnarztpraxis sind Sie gesetzlich verpflichtet, für Ihre angestellten Mitarbeitenden (ab einem bestimmten Mindestlohn und Alter) eine BVG-Vorsorge abzuschliessen. Dabei haben Sie Spielraum, die Pensionskassenlösung minimal (nur das gesetzliche Obligatorium) oder weitergehend (überobligatorische Leistungen) zu gestalten. Überlegen Sie, welche Lösung für Ihr Team attraktiv ist – bessere Vorsorgeleistungen erhöhen die Zufriedenheit und Loyalität Ihrer Angestellten. Beachten Sie: Die BVG-Beiträge werden zwischen Arbeitgeber und Personal aufgeteilt. Als Praxisinhaber tragen Sie also einen Teil der Vorsorgebeiträge Ihrer Mitarbeitenden. Durch eine kluge Planung können Sie jedoch Kosten steuern und dennoch eine erstklassige Vorsorge für Ihr Team sicherstellen, was wiederum zur Attraktivität Ihrer Praxis als Arbeitgeber beiträgt.

Ihre Möglichkeiten zur BVG Optimierung

Die berufliche Vorsorge lässt sich gezielt gestalten – je nach Situation, Einkommen und Praxisstruktur. Entscheidend sind dabei drei zentrale Hebel.

Für selbständige Ärzte und Zahnärzte (ohne eigenes Personal oder mit angestelltem Personal) empfehlen wir den Anschluss an die Vorsorgestiftung Ihres Berufsverbandes (z.B. die Pensionskasse eines Ärzte- oder Zahnärzteverbands). Eine solche Verbands-Vorsorgestiftung bietet gegenüber Standardlösungen einige Vorteile:

  • Unabhängiger Vorsorgeplan: Sie können einen eigenen Pensionskassenplan wählen, unabhängig vom Personal. So lässt sich die Vorsorge für Sie als Inhaber optimiert gestalten, ohne an die Bedürfnisse von Angestellten gekoppelt zu sein.

  • Massgeschneiderte Leistungen: Verbandslösungen erlauben es, die Leistungen auf Ihre individuellen Bedürfnisse zuzuschneiden – etwa höhere Sparbeiträge, bessere Invaliditätsleistungen oder flexiblere Bezugsmöglichkeiten, je nach dem, was für Sie wichtig ist.

  • Konditionen für Medizinalpersonen: Berufsverbände verhandeln oft attraktive Konditionen für ihre Mitglieder. Sie profitieren von Rahmenverträgen mit vorteilhaften Zinsen, solidem Deckungsgrad und professioneller Verwaltung, was zu tieferen Kosten und einer hohen Sicherheit führt.

Nutzen Sie diese Verbandslösungen, um Ihre Vorsorge als Arzt/Zahnarzt optimal aufzubauen. Wir beraten Sie gerne, welche Verbands-Pensionskasse in Ihrer Situation in Frage kommt.

Eine frühzeitige und durchdachte Planung Ihrer beruflichen Vorsorge zahlt sich aus – insbesondere mit Blick auf die Steuern. Dank geschickter Planung von Einkäufen und Bezügen können Sie Ihre Steuerlast im Verlauf der Jahre deutlich senken. Unser Tipp: Planen Sie grössere Einkäufe in die Pensionskasse (z.B. Nachzahlungen, um Ihr Guthaben aufzufüllen) langfristig und staffeln Sie diese über die Jahre. So erzielen Sie jedes Jahr einen Abzug und vermeiden hohe einmalige Zahlungen kurz vor der Pension. Ebenso wichtig ist die Planung der Bezugsphase: Überlegen Sie frühzeitig, ob Sie Ihr angespartes Kapital im Alter als Rente beziehen möchten oder in Form von Kapitalauszahlungen (oder einer Mischung aus beidem). Eine gängige Strategie ist der gestaffelte Kapitalbezug – dabei beziehen Sie Ihr Vorsorgekapital in Etappen über mehrere Steuerperioden. Dadurch bleibt Ihr zu versteuerndes Einkommen in jedem Jahr tiefer, und Sie sparen Gesamtsteuern. Solche Schritte sollten allerdings immer sorgfältig und individuell geplant werden. Unsere Experten unterstützen Sie dabei, ein steueroptimales Vorgehen auszuarbeiten, damit Sie im Alter mehr von Ihrem Ersparten haben.

Bei vielen Ärzten und Zahnärzten steckt ein grosser Teil des Vermögens in der 2. Säule. Wir empfehlen, über ein Splitting Ihrer Vorsorgelösung nachzudenken. Das heisst, anstatt alle Guthaben bei einer einzigen Pensionskasse zu haben, können Sie diese bewusst auf mehrere Vorsorgetöpfe verteilen. Beispielsweise könnten Pflichtguthaben und überobligatorische Guthaben (das, was über dem gesetzlichen Minimum angespart wird) bei verschiedenen Stiftungengeführt werden. Diese Aufteilung hat zwei Vorteile: Erstens streuen Sie Risiken, falls eine Vorsorgestiftung in Schieflage gerät, ist nicht Ihr gesamtes Kapital betroffen. Zweitens können Sie bei bestimmten Anbietern im überobligatorischen Bereich mitbestimmen, wie Ihr Geld investiert wird (z.B. Wahl eines anlegerfreundlichen Vorsorgeplans oder einer Kadervorsorge für Besserverdienende). Eine Kadervorsorge ist eine spezielle Pensionskassenlösung für Kader und Selbständige, die oft flexiblere Anlagemöglichkeiten und höhere versicherte Leistungen bietet. Durch eine solche Lösung können Sie Ihre Altersguthaben noch gezielter steuern und an Ihre persönliche Strategie anpassen. Gerne zeigen wir Ihnen auf, ob und wie ein Splitting oder eine Kadervorsorge in Ihrer Situation sinnvoll ist.

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